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mit dem T3 – europa querfeldein

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So, wir sind also auf Besuch in „good old“. Die erste Frage nach 3 Monaten in Nicht-Deutschland ist: Sind die Leute wo wir herkommen auch so unfreundlich gewesen? Oder haben wir es aufgrund der Verständigungsschwierigkeiten nicht mitbekommen? Zumindest, und das konnte man auch ohne die Sprache erkennen, sehen die Menschen dort (hmm wie sagt man das jetzt) nicht so verdammt griesgrämig aus, so als wenn sie wissen würden das zuhause der Sensenmann höchst persönlich auf sie wartet. Ich hab mich ja fast für meine gute Laune geschämt!!! Naja nicht lange 🙂 Als zweites fiel dann auf, dass man beim Einkaufen wieder seiner EC-Karte beraubt wird. Will die ersten Tage in Skandinavien der Kassierer auf der anderen Seite des Tresen auch unter Protest meine Karte nicht haben, so bin ich es nun, der partout seine nicht hergeben möchte. Es stellt sich natürlich auch die Frage : Warum? Ich gebe ihm die Karte damit er sie ins Gerät steckt damit ich meine PIN eingeben und er mir die Karte dann wieder gibt?

Endgültig überzeugt wurde ich dann im 7/11 in Stockholm. Der ganze Laden voller Leute und nur zwei am Bedienen. Na das kann ja dauern – denkste. Das wir uns nicht gefühlt haben wie bei der Post am Paketschalter, liegt nicht nur daran das kaum noch mit Bargeld bezahlt wird, sondern das auch das mit der Karte nichts mehr mit dem Kassierer zu tun hat. Das Lesegerät ist auf der Kundenseite des Tresen (da wo es hingehört – warum ist es denn auf so’nem Drehgestell angebracht, nur damit die Kassiererin es zu einem drehen kann wenn sie die Karte eingeschoben hat). Ich tippe die PIN, der Bestätigungston ertönt und während er mit dem Rücken zu uns gewandt den nächsten Kaffee macht hebt er die Hand zum Abschied und wir verlassen den Laden.

Diese Geschichte durchlebe ich (in Echtzeit) nun an jeder Kasse 3 Mal, bis ich Ereka oder Hannelore widerwillig meine geben muss. Doch eins tröstet mich. Ich bekommen die Karte ja wieder und ohne ein Lächeln werden wir aus dem Laden geschmissen. 🙂